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News aus dem Dampflokwerk Nr. 15

Am 22. August erfolgte im Meininger Dampflokwerk die "Kesselabnahme vor Rohreinbau" durch unseren Kesselsachverständigen und Bauüberwacher Dipl. Ing. Rudolf Langeloth und SVTI Kesselinspektor Felix Heer.

Die Arbeiten am Kessel sind nun sehr weit fortgeschritten, die Rauchkammerrohrwand ist fertig eingeschweisst, noch fehlen die Blechanker zur Verstärkung. Auch wurden vor zwei Wochen vorsichtshalber weitere 150 Stehbolzen ausgebaut, deren Kontrollbohrungen nicht restlos ausgebohrt werden konnten. Diese werden von Rudolf Langeloth umgehend angefertigt und zum Einbau nach Meiningen geliefert.

Weiter wurde nach längerer Beratung zwischen "Meiningen", Langeloth und SVTI beschlossen, sechs Stiftschrauben am Flansch zur hinteren Dampfentnahme auf dem Stehkessel auszuwechseln. Diese wurden (vermutlich) während der Revision in Münsingen zu Werner Bühlmann's Zeiten nicht fachgerecht am Flansch zum Schutz vor Verdrehung oder wegen Undichtheit verschweisst. Verschweisste Stiftschrauben entsprechen nicht der Kesselbautechnik. Diese werden nun abgetrennt und ersetzt. Leider ist auch diese Operation nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick ausgesehen hat. Im Flansch ist von unten her das Frischdampfrohr, kommend vom Dampfdom eingeschraubt. Dieses kann so eigentlich nur bei ausgebauter Feuerbüchse montiert werden... Als Lösung wird nun auf dem bestehenden Flansch ein neuer Flansch aufgeschweisst, in den das Frischdampfrohr eingeschweisst und die neuen Gewindelöcher gebohrt werden können.

Allein zu Schweissung der sehr aufwändigen Schweissnaht an der Rauchkammerrohrwand verschweisste "unser" Schweisser rund 1'800 Schweiss-Elektroden! Bei einem Durchmesser der Rohrwand von 2 Metern ergibt sich eine Länge der Schweissnaht von je (innen und aussen) 6.3 Meter!

Rudolf Langeloth wie Felix Heer vom SVTI zeigen sich mit den ausgeführten Arbeiten sehr zufrieden. Dem baldigen Rohreinbau und der Wasserdruckprobe steht nichts mehr im Wege. Der Antrag zur Bauartänderung ist beim EBA ebenfalls in Bearbeitung, Rudolf Langeloth steht mit den zuständigen Beamten in Kontakt. Die  genauen Termine von Wasserdruckprobe (voraussichtlich Woche 37 oder 38), Montage der Lok, erstem Anheizen mit Warmdruckprobe und Probefahrt (voraussichtlich Woche 41/42) wird demnächst festgelegt und bekannt gegeben.

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