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News aus dem Dampflokwerk Meiningen Nr. 9

Nachdem man im Dampflokwerk Anfang Dezember noch davon ausgegangen ist, dass die Wasserdruckprobe am instandgestellten Kessel noch vor Weihnachten stattfinden kann, haben uns nun kurz vor Weihnachten schlechte Nachrichten erreicht!

Nachdem Ende November am Bauch des vorderen Kesselschusses ein Stück abgezerrtes Blech ausgeschnitten wurde, wurde an der nun an dieser Stelle freigelegten Rauchkammerrohrwandkrempe ein Riss festgestellt. Da an dieser Stelle auch die Rohrwandkrempe stark abgezerrt war und ohnehin erneuert werden sollte, war dies anfänglich noch kein Problem. 

Nachdem nun die Krempe fast am halben Umfang freigelegt wurde, um in gesundes Material vorzustossen, musste erkannt werden, dass der Riss kein Ende nimmt  und die Rauchkammerrohrwand so nicht mit vernünftigem Aufwand zu retten ist.

Das Werk arbeitet nun mehrere Vorschläge zum Ersatz der Rauchkammerrohrwand aus, diese gehen vom Ersatz der vollständigen Rohrwand mit angeschweisster Krempe und Einbau in Niettechnik, einer eingeschweissten Rohrwand oder gar dem vollständigen Ersatz des vorderen Langkesselschusses.

Ein Beschluss über das weitere Vorgehen wird erst gegen mitte Januar gefällt werden können. Die Sanierung des Stehkessels ist jedoch bis auf das Einschweissen der restlichen zu wechselnden Stehbolzen abgeschlossen.

Ein Bild der schadhaften Rauchkammerrohrwandkrempe